Kluki – Polen – Schwarze Hocheit

Schwarze Hochzeit in Kluki 2018

Das Freilichtmuseum des Slowinzischen Dorfes in Kluki (Klucken, rund 25 km von Rowy entfernt) eröffnet am 1. Mai mit der traditionellen Feier „Czarne Wesele“ (Schwarze Hochzeit) die neue Saison. Die dreitägige Veranstaltung rund um den alten Brauch des Torfstechens hat sich in den über 20 Jahren ihres Bestehens zu einem regelrechten Volksfest entwickelt. Den Auftakt macht die Vorführung des ersten Torfstichs. Traditionell fand dieser jedes Jahr gegen Anfang Mai statt, weil sich erst zu dieser Zeit das Grundwasser soweit abgesenkt hatte, dass die sumpfigen Landschaften genügend ausgetrocknet waren, um guten Torf zu geben.

Während der drei Festtage können Besucher nicht nur alles über die Kunst des Torfstechens erfahren. In den einzelnen Gehöften des nahe der Ostseebäder Rowy (Rowe) und Łeba (Leba) gelegenen Freilichtmuseums präsentieren sich alte slowinzische Handwerke und Küchentraditionen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vorführung von Hausbautechniken, die sich in den sumpfigen und sandigen Gebieten besonders leichter Konstruktionen bedienen mussten. Auch die Pferde mussten mit besonderen „Holzschuhen“ versehen werden, damit sie bei der harten Arbeit in den Mooren nicht einfach versanken. In Kluki können Gäste die Museumsstute Baśka in dieser ungewöhnlichen Montur erleben.

Kluki war der letzte Ort, in dem die alten Slowinzen bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg noch ihre eigene Sprache pflegten. Die ist zwar inzwischen ausgestorben, zahlreiche Traditionen werden aber bis heute gepflegt. So wird auch das für die Slowinzen bedeutende Fischereihandwerk während der Schwarzen Hochzeit gewürdigt. Beispielsweise wird es Vorführungen im Knoten von Fangnetzen geben. Besucher erwarten zudem authentische Speisen, slowinzisches Kunsthandwerk und traditionelle Volksmusik dieser Ostseeregion.

Tanz- und Späldeel Leba