Trachten

Die Gruppen der Leba treten in pommerschen Trachten auf.

Getragen werden:
Belbucker
Fischertracht
Jamunder
Pyritzer Weizacker

Auf der Karte sind die Gebiete farbig angelegt, in denen die Trachten getragen wurden.

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Im folgenden stellen wir unsere Trachten einzeln vor

Die “Belbucker Tracht”
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Auf einem Hügel an der oberen Rega, wo die Wenden ihren weißen Gott “Bialobog” verehrten, wurde 1180 ein Kloster gegründet, das den Namen “castrum St. Petri” erhielt. Erhalten hat sich dennoch der alte Name abgeleitet von Bialobog -> nun “Belbuck”.
Seine Blütezeit erreichte das Kloster um 1500 mit 16 Kirchen und 32 Dörfern. Es hat über mehrere Jahrhunderte das Gebiet um das Kloster kulturell stark geprägt, so dass sich ein wohlhabendes und selbstbewußtes Bauerntum hatte entwickeln können.
Hiervon zeugte die vornehme Tracht.

 

Die “Fischertracht”
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Das Mönchgut ist eine rügensche Halbinsel, und gehörte früher zum Besitz des Zisterzienserkloster Eldena bei Greifswald.
Die Böden der Halbinsel waren nicht sehr ertragreich,
was sich in Genügsamkeit in Wohnkultur und Lebensweise widerspiegelte.
Viele waren Fischer und die bis zu den Waden reichende Leinenhose sollte verhindern,
dass Wellenspritzer in die Stiefel eindringt.
Die Frauen trugen selbstgewebte farbenprächtige Kantenröcke.

Die “Jamunder Tracht”
Jamund-Tracht 1

Das Jamund wurde wahrscheinlich als ein Klosterdorf von Belbuck aus besiedelt.
Das Dorf liegt auf einer Erhöhung zwischen dem Jamunder See und der Stadt Köslin.
Um das Dorf finden sich unwegsame Moore.
Erst ab 1899 wurde eine Kunststraße zwischen Jamund und Köslin gebaut.
Die Isolation führte zu einer eigenen Volkskultur, die ihre Blüte Ende des 19. Jahrhunderts hatte und dann erlosch. Das bunt gestreifte Mieder ersetzte etwa um 1890 ursprünglich die weisen Jacken. Der Pelzbesatz der schwarzen Haube deutet darauf hin, dass die Frau verheiratet ist.

Die “Pyritzer Weizacker Tracht”
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In Pyritz taufte Bischof Otto von Bamberg im Jahre 1124 die ersten Pommern.
Um das Christentum dort zu festigen, holte man Mönche in das Land und baute Klöster. Die Mönche ließen das Umland kultivieren und den Fluß Plöne umleiten und regulieren.
Damit wurde nun ein Schiffsweg bis zur Odermündung möglich.
Die Kultivierungsarbeit hat einen ertragreichen fruchtbaren Boden geschaffen, auf dem Weizen- und Zuckerrübenfelder entstanden.
Der Weizen machte die Bauern wohlhabend. Dieser Reichtum spiegelt sich in den kostbar bestickten Trachten wieder. Der Reichtum wurde gerne gezeigt, wozu die 6 – 8 Röcke zur Schau gestellt wurden und der Muff sogar im Sommer getragen wurde.
Der Mann trägt den typischen breitkrempigen schwarzen Schlapphut.

Wer sich vertiefen möchte nachfolgend ein interessanter Link:
http://www.bkge.de/weizackertracht/9245.html

Tanz- und Späldeel Leba